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Chronik Schwarzach
1267 Schwarza, später Schwartzach (Schwarze Ache)
Ludwig der Bayer schenkte im Jarh 1317 dem Deutschen Orden
in Nürnberg Schwarzach, Gericht und Vogtei, das damals zur
Kaiserlichen Hofmark Berngau gehörte.
Seit 1778 gehört Schwarzach zur Pfarrei Möning.
Die Kapelle ist der „Patrona Bavariae“
geweiht. Am Patroziniumstag 1. Mai, am Sonntag vor Christi
Himmelfahrt dem Tag einer Flurprozession und an Kirchweih
(letzter Sonntag im September) sind die drei einzigen
Termine, an denen in dieser Kapelle Gottesdienste – gehalten
vom Möninger Pfarrherrn – stattfinden. In der 1976 gebauten
Kapelle, in der sich eine viel ältere „Patrona“-Statue
befindet, wird an jedem Sonntag von 13 bis 13.30 Uhr ein
Rosenkranz gebetet und an jedem Mittwoch findet ab 19.30 Uhr
(Sommerzeit) beziehungsweise 19 Uhr eine Andacht statt. In
der Fastenzeit wird dort freitags ein Kreuzweg gebetet.

Chronik des Kirchenbaues in Schwarzach
In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, der Umkehr
der Werte und einer kirchlichen und religiösen Demontage
hatten sich die Bürger von Schwarzach entschlossen, ein
neues Gotteshaus zu schaffen.
An der Stelle, wo sich bereits eine aus dem 16. Jahrhundert
stammende Kapelle befand, sollte eine neue Kirche entstehen.
Über die Entstehung der alten Kapelle ist wenig bekannt, das
sie weder in der Geschichte der Pfarrei Möning von
Mayerhöfer noch bei den „Kunstdenkmälern des königreiches
Bayern, Bezirk Neumarkt von 1909 aufgeführt wurde. Im Jahre
1938 muss man jedoch die Kapelle in ihrer Konzeption
verändert worden sein durch ein neues Traufengesims.
Bei der Verwirklichung des Vorhabens gab es verschiedene
Probleme:
Zunächst erfolgte ein Prozess der Meinungsbildung. Bei
verschiedenen Bürgerversammlungen wurde immer wieder der
Wunsch laut, die stark renovierungsbedürftige Kirche
restaurieren zu lassen. Da jedoch das Mauerwerk bis auf ca.
150 cm Höhe
durchnässt und verrottet war, und der Kapellenboden durch
den neuen Straßenbau bis auf 40 cm unter dem Geländeniveau
lag, kam nur mehr ein Neubau in Frage,
Zunächst mussten Verhandlungen mit dem Baulastenträger der
alten Kapelle, dem Markt Pyrbaum, geführt werden. Am
11.11.1972 wurde der 1. Antrag an die Marktgemeinde Pyrbaum
um Unterstützung gestellt. Am 11.11.1973 wurde der Antrag
wiederholt. Nachdem die Grundstücksfrage gelöst war,
billigte der Marktrat Pyrbaum mit Schreiben vom 14.03.1974
und in der Sitzung vom 03.04.1975 das Bauvorhaben.
Am 17.11.1973 konstituierte sich eine „Bürgerinitiative
Schwarzacher Kapelle“. Aus 25 anwesenden Mitbürgern wurden 2
Ausschüsse gebildet, der Finanz- und der Bauausschuss.
Schwierig gestalteten sich die Verhandlungen mit dem Bayer.
Landratsamt für Denkmalpflege in München. Es verweigerte
zunächst im Schreiben vom 22.02.1974 eine Abbruchgenehmigung
der alten Kapelle, weil diese als Einzeldenkmal in der Liste
schutzwürdiger Objekte eingetragen war. Am 04.04.1974 wurde
mit dem Denkmalsamt in München erneut verhandelt. Im
Schreiben vom 07.05.1974 wurde der 1. Planentwurf für den
Neubau schroff abgewiesen.
Daraufhin wurde Herr Architekt Hanns Meier aus Neumarkt mit
einer neuen Planung beauftragt. Dieser Plan wurde dann
schließlich genehmigt, die Abbruchgenehmigung erteilt.
Am 15.10.1974 wurde mit dem Abbruch der alten Kapelle
begonnen. Am 24.12.1974 wurden bereits die Rohbauarbeiten
für die neue Kirche abgeschlossen. Nach der Restaurierung
der aus der alten Kapelle übernommenen Gegenstände und dem
Innenausbau er neuen Kirche (elektrische Heizung,
elektrische Läutanlage, neue Glocke, neue sakrale Geräte und
Einrichtungen, Kriegergedenktafel) erfolgte am 28.09.1975
die Benediktion der Kirche durch Generalvikar. J. Pfeiffer.
Die Gesamtkosten für Neubau und Restaurierung beliefen sich
auf ca. 130.00 DM. 2053 unentgeltlich geleistete
Arbeitsstunden wurden von 55 Bürgern Schwarzachs erbracht,
erhebliche Eigenmittel ermöglichten die Durchführung dieser
Maßnahme (3.000 DM Bullenhaltungsgenossenschaft, 4.000 DM
Feuerwehr, 6.000 DM Jagdpachtschilling, Veranstaltungen,
Spenden). Zuschüsse von Seiten der Gemeinde Pyrbaum (17.000
DM inkl. Grundstück und Bauholz), der Pfarrei Möning (6.000
DM), der Diözese Eichstätt (10.000 DM), des Bezirkes
Oberpfalz (2.500 DM) und vielen Firmenspenden halfen das
Werk zu vollenden.
Mit Gottes Hilfe ist dieses Werk gelungen. Möge diese Kirche
weiterhin der Mittelpunkt des Ortes Schwarzach bleiben, als
Zeichen bewährter Zusammenarbeit unter den Bürgern und
Ausdruck religiöser Überzeugung.
Schwarzach gehörte in den Jahren zur politischen Gemeinde
Pyrbaum, deren Bürgermeister Johann Bärnreuther war,
Kirchlich wurde Schwarzach von Pfarrer Erich Czischek, dem
Pfarrer von der Pfarrei Möning, betreut.
Schwarzach, 01.01.1980
Josef Lobenhofer
Am 17. Nov. 1973 wurde die
Bürgerinitiative „Schwarzacher Kapelle gegründet“
Bauausschuss:
Finanzausschuss:
Georg Ramsauer
Josef Lobenhofer
Michael Wild
Max Hagenreiner
Johann Wild
Johann Lutter
Alois Heim
Willi Schießl
Hermann Engelmann
Georg Fürst
Heinrich Thumann
Hans Nißlbeck
Konrad Pfister
Adam Fink
Hans Winkler
Karl Panke
Josef Schmid
Rohbaubeginn Herbst 1974
Am 26.07.1975 Neubau abgeschlossen
Am 28.09.1975 Einweihung des Neubaues und der
Kriegergedenktafel
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